RST Frühjarsklassiker – Etappe 4: Wienerwald

Dienstag, 4.5.2021

Die Wettervorhersage ist gut: Sonnenschein, dezenter Wind aus Süd/Südost und bis zu 21 Grad. Genau den richtigen Tag erwischt für einen Urlaubstag am Rad. Nach einem reichhaltigen Frühstück ausnahmsweise nicht in die UNRad-Panier, sondern in die noch fast neuen Teile vom Radsporttreff. Vom Team gibt’s einen klaren Auftrag: Viermal performen und Punkte hamstern.

Gemütlich in der Post-Lockdown-Rush-Hour runter nach Mödling und schon geht’s auf die Etappe 4 des Frühjahrsklassiker im Wienerwald. Nach wenigen Kilometern zeigt der Garmin  das erstemal „Streckenabweichung“ an – Bernhard hat wieder eine verkehrsarme und pittoreske Strecke ausgesucht, der ich nach dem kurzen Verfahrer auch folgen kann.  Nur kurz trübt die Autobahn zur linken Seite den Ausblick, dann beginnen ab Sittendorf die ersten malerischen Hügel.

Kurz vor Gruberau treffe ich Rob, der sich bereit erklärt hat, auf den ersten drei Segmenten etwas Schützenhilfe zu geben.   Und weniger Kilometer  darauf wartet auch schon das erste Wertungssegment: Den Schöpfl bin ich zwar schon öfter gefahren, aber noch nie mit Dampf von so weit weg. Rob nimmt mich die ersten Kilometer perfekt aus dem Wind, danach „all-in“ – die Beine werden schwer, aber der Powermeter zeigt „nur“ 350-370 Watt, da wollte ich eigentlich etwas mehr fahren. Kurz vor dem Ende kann ich noch einen Rennradfahrer überholen, dann wird ausgeschnauft – das längste Segment ist in knapp 16 Minuten absolviert.

Rob hat gar nicht viel verloren und weiter geht’s. Den Seniorenhügel lassen wir rechts liegen, in der Abfahrt wird getrunken und gegessen. Die Steigung zum Hafnerberg pedalieren wir locker hinauf.  Vor dem zweiten Segment wieder die Schuhe ordentlich zugemacht, Flasche leer getrunken und schon braust die Lok Rob mit 400 Watt ins zweite Segment nach Schwarzensee. Bei der Hälfte des Anstiegs schert er aus, ich überhole zwei staunende Radtouristen. Den Blick starr nach unten gesenkt verlasse ich das Waldstück und versuche noch alles herauszuholen und mit einer Zeit von unter 6 Minuten kann ich zufrieden sein.

Oben schaue ich kurz aufs Handy – vom Vereinspräsidenten erreicht mich die Mitteilung: „Die Strecke wurde geändert, Segment 3 ist jetzt ein anderes“. Ich versuche die Seite aufzurufen, der Empfang ist schlecht, für einen kurzen Blick auf die neue Route und das neue Segment reicht es aber: Etwas weniger Höhenmeter, ein paar Kilometer spare ich mir auch. Rob fährt trotz Zeitdruck noch mit. Wir geben wieder alles im Segment, ich erreiche die Kuppe und rolle locker hinunter. Bei der nächsten Einfahrt drehe ich um, mache mit Rob noch ein Photo und schon ist er dahin. Ich rolle weiter, aber irgendwas passt nicht mit der Strecke. Ich sehe noch einmal nach und drehe um, klettere den Hügel wieder rauf und diesmal auch ganz rauf zum Marterl und vorbei am Zobelhof. Noch ahne ich aber nichts von meinem Unglück…

Da oben wäre das Ende vom Segment gewesen…

Jetzt beginnt der Genussteil der Runde – ich sehe einen schneebedecketen Gipfel.  Ist es der Schneeberg, der seinem Namen noch gerecht wird?  Weiter radle ich über sanfte Hügel und Abfahrten weiter nach Berndorf, Hernstein nach Alkersdorf, dem südlichsten Punkt der Runde. Jetzt geht es gut dahin, der Rückenwind ist mein Begleiter Richtung Baden. Auf der Weinstraße kommen Urlaubserinnerungen an Südtirol hoch und diese Erinnerungen werden sehr real, als ich links auf den „Killer Hill“ abbiege, das letzte Wertungssegment. Rob ist es schon ein paar Tage davor gefahren und seine Einschätzung „halb so wild“ teile ich – bis ich um eine Linkskurve biege und eine Wand vor mir sehe, deren Ende nicht zu erkennen ist. Zwei Spaziergänger mustern mich kopfschüttelnd, wie ich keuchend an ihnen vorbeifahre und Gottseidank ist das Segment nach weiteren zweihundert Metern dann doch zu Ende.

Schneeberg oder nicht?

Die Runde führt mich über den letzten Checkpoint weiter nach Mödling zurück. Dort besorge ich mir einmal ein Cola und ein Schoko-Croissant. Wieder ein Blick aufs Mobiltelefon und Rob hat eine Hiobsbotschaft für mich: Wir sind Segment 3 nicht korrekt gefahren, das Ziel war erst am Marterl nach der kurzen Abfahrt und Gegensteigung.

Diesmal komme ich ganz gut durch Wien und ich beschließe mich nicht über den Fauxpas zu ärgern, was mir auch ganz gut gelingt (naja…) Fazit: Eine wunderschöne Runde an einem herrlichen Maitag mit einem kleinen Makel – die erwarteten Punkte fürs Team sind es nicht geworden und ob sich ein zweiter Versuch ausgeht, steht in den Sternen.

Alle Details zum Radsporttreff-Frühjahrsklassiker (inklusive etwaiger Streckenänderungen): https://derradsporttreff.at/

Link zur Strava- Aktivität: https://www.strava.com/activities/5240656551

Why early bird rides are so rewarding

On weekdays we usually spend 8+ hours in the office before we can think of going for a ride – or maybe not? What about training before work? For some people unthinkable but I have never had trouble getting up early.  During the last couple of weeks I have managed to get in early bird trainings of about 3hours in the morning before work at least once a week. How did I manage?

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Vienna climbs – Exelberg

Austria is a country full of mountains – most of them however are located in the west. Spots for climbing are therefore rather rare in or near Vienna but of course there are some uphill sections.

One of my favorites is Exelberg, located in Wienerwald on the western edge of Vienna. To get there from the city center take Alser Straße, Alszeile and then Neuwaldegger Straße until you reach a roundabout. Turn left here and right on the next roundabout, the sign says „Tulln“. You may have noticed it has already been slightly uphill until here. Now the scenery changes and nature takes over. A couple of hundred meters into there  is a zebra crossing where the official strava segment starts. On the right hand to the street there is a huge park and a public grilling site.

The climb averages 6% on 3,5km and is rather steady. What I like about the climb are the five hairpins that give you a feeling of „real“ mountains. And of course I alway enjoy the breathtaking view over the city – even after having climbed Exelberg more than a hundred times (I live nearby).

On the top you can see the radio tower and then have the choice to turn either left to Sophienalpe and back into the city or keep straight in direction of Tulln or Klosterneuburg with a couple of other nice climbs neary.

 

Traunsee Halbmarathon, 23/06/2018

Two weeks after my surprising win at IfU Managementmeile it was time for yet another run – the very first Traunsee Halbmarathon from Ebensee to Gmunden. The route takes you on a 5km lap around Ebensee and then along the lake directly to Gmunden. No major hills, no sharp corners – the perfect event to go for a personal best. Traunsee Halbmarathon, 23/06/2018 weiterlesen

VCM 2018 – my first marathon experience

In December 2015 I was sitting in a pub in Vienna with a couple of friends and after a few beers we started discussing marathon and possible times. It all ended with a registration for Vienna City Marathon 2016 the next day. I had run a half marathon in 1:27 that year in spring and during the cold months I had increased my running miles by quite a bit. I downloaded one of those hardcore training plans from the internet and went all in– but not for long:  VCM 2018 – my first marathon experience weiterlesen